Die Idee, Bilder direkt nach der Aufnahme auf dem Notebook zu haben, hat mich schon immer fasziniert. Die Wireless Module von Nikon sind mir, wenn man nicht Geld damit verdienen kann, einfach zu teuer. Zudem scheint es weder für meine D100 noch für meine D70 diese Module zu geben.
Alternativen sind Programme, mit denen die Kameras über USB “ferngesteuert” werden können. Diese ermöglichen es die Bilder direkt auf dem Rechner zu speichern. Bei meiner D70 war nur eine Testversion der passenden Nikon Software dabei. Bei der D100 kann ich es nicht sagen, da ich diese gebraucht erworben habe.
Durch einen Blogeintrag von Neunzehn72 wurde ich auf Sofortbild aufmerksam. Sofortbild unterstützt in der Version 1.1b2 zur Zeit die Modelle Nikon D3s, D3x, D3, D2xs, D2hs, D2x, D2h, D1x, D1h, D1, D700, D300s, D300, D200, D100, D90, D80, D70s, D70, D60, D50, D40x, D40 or D5000.
Die Einrichtung ist extrem einfach. Software herunterladen, installieren, Kamera USB auf PTP umstellen, anschließen und abwarten. Bei meiner D100 dauerte es ca. 15 Sekunden bis die Initialisierung fertig war. Ab dann kann die Software verwendet werden. Nachdem ich die Daten auf dem Rechner habe kann ich den Ordner nun einfach freigeben und somit auch auf einem zweiten Rechner zum direkten Review oder Bearbeiten zur Verfügung stellen.
Das funktioniert besonders gut wenn man im selben Netz ist. Da ich vor kurzem Dropbox installiert habe wollte ich zudem wissen ob es möglich ist einen Dropbox Ordner als Ziel für Sofortbild zu verwenden.

Dies klappt ebenfalls einwandfrei und bietet ein paar Möglichkeiten, die ich vorher nicht so bedacht hatte.
Durch Dropbox ist es möglich, Ordner mit anderen Dropbox Teilnehmern zu sharen. Sofern man unter Photos einen Ordner als Ziel verwendet, wäre es sogar möglich direkt eine Galerie zu erzeugen.
Ausserdem sind die Fotos auf allen anderen Rechnern auf denen der Client mit dem eigenen Account läuft verfügbar. Das schützt zudem noch zusätzlich vor Kartendefekt und Kameraverlust.
Voraussetzung für die Funktionen ist Internet per UMTS/Wlan oder LAN. Ist die Internetverbindung einmal weg werden die Bilder im lokalen Dropbox Ordner zwischengespeichert. So sind sie auf jeden Fall noch vorhanden und werden synchronisiert sobald das Internet wieder zur Verfügung steht.
Das Ganze hätte einerseits den großen Vorteil, dass ich unterwegs Bilder machen könnte, die ich dann automatisch jemandem zur Verfügung stelle. Andererseits jedoch den Nachteil, dass die Bilder nicht mehr auf der CF Karte wären und es zudem nicht viel Sinn machen würde die Bilddaten in Raw zu übertragen. Denn das Wählen eines kleineren Formats schont das Übertragungsvolumen des UMTS Tarifs und den Speicherverbrauch der Dropbox.
Mir haben die Versuche Spaß gemacht und ich könnte mir vorstellen das Verfahren in Zukunft bei der einen oder anderen Gelegenheit zu nutzen.

